SÜDDEUTSCHE ZEITUNG on "Der Nachtmahr"
- 8. Sept. 2019
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 14. Apr. 2021

Auf dem Filmfest München, das an diesem Wochenende zu Ende geht und das sich in den letzten Jahren zur spannendsten Festival-Plattform für deutsches Kino gemausert hat, hatte dieses Jahr der großartige deutsche Film “Der Nachtmahr” Premiere. Eine moderne E.T.A. Hoffmann-Horrorstory im neonfarbenen Look der Bikini-Groteske “Spring Breakers”. Drehbuch und Regie verantwortet laut Abspann eine Person namens AKIZ.
(…) mit “Der Nachtmahr” ist ihm nun ein wirklich irrer Sinnesrausch gelungen, der hoffentlich sehr bald einen Verleih für eine reguläre Kinoauswertung finden wird. Der Film handelt von der 17-jährigen Schülerin Tina (Carolyn Genzkow), die nach einer besonders rauschenden Party plötzlich Nacht für Nacht von einem hässlichen kleinen Gnom heimgesucht wird. Niemand außer ihr kann ihn sehen, und ihr hedonistisches Leben als begehrte, hübsche Teenagerin verwandelt sich in eine höllische Existenzkrise.
Achim/AKIZ erzählt diese Geschichte als erotischen Pubertäts-Albtraum, im blitzenden Stroboskoplicht und mit heftigen Technobässen, gespeist aus dem Geist der fiesesten Märchen der deutschen Romantik. Und genau wie in jenen Schauergeschichten entpuppt sich das Monster nicht als übernatürliche Erscheinung, sondern als düstere Ich-Spiegelung und finsterer Doppelgänger: der Gnom, der Tina heimsucht, ist das zum Leben erwachte Destillat ihrer adoleszenten Teenie-Wirren.
Solche heftigen Filmräusche könnte das deutsche Kino öfter vertragen.


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